Gegen eine Jugendhilfe aus der Steinzeit
Unser Rückblick auf die Premiere der Dino-Runs
Am 10. und 11. Oktober sind erstmals Teams des Careleaver e.V. in aufblasbaren Dino-Kostümen bei Volksläufen an den Start gegangen, unter dem Motto „Gegen eine Jugendhilfe aus der Steinzeit!“. In Essen, Offenbach und Berlin haben die Dinos für viel Aufmerksamkeit gesorgt.
Die Idee kam aus unserer WhatsApp-Community, einem offenen Ort für Austausch und Vernetzung von Careleaver*innen mit verschiedenen Themengruppen. In der Gruppe zu LASS LAUFEN entstand die Frage, wie man im Rahmen des Benefizlaufs einmal im Dino-Kostüm bei einem Volkslauf teilnehmen könnte. Daraus entwickelte sich ein reger Austausch, aus dem schließlich auch das Motto entstand: „Gegen eine Jugendhilfe aus der Steinzeit!“.
Denn so lustig die Dinos auf den ersten Blick wirken, mit der Aktion machen wir auf ein ernstes Thema aufmerksam. Wir wenden uns gegen eine Jugendhilfepolitik, die rückwärts läuft.
Gemeinsam ausgearbeitet haben wir die Idee dann bei re:present, unserem Format, in dem wir die Öffentlichkeitsarbeit des Careleaver e.V. zusammen mit der Community gestalten. Bei der Auswahl der Läufe waren uns drei Dinge wichtig: kurze Strecken, damit auch Menschen ohne Lauferfahrung mitmachen können, viel Publikum und gut erreichbare Orte. So fiel die Wahl auf den Walking Day des Westenergie Marathons in Essen, den Mainuferlauf in Offenbach und den Great10K in Berlin. Alle drei Veranstaltenden waren sofort offen für die Aktion und stellten uns Charity-Startplätze zur Verfügung.
Drei Läufe an einem Wochenende
Los ging es am Samstag, 10. Oktober, mit dem Walking Day des Westenergie Marathons in Essen. Bei Dauerregen und starkem Wind machte sich unser Team auf die 7,5 Kilometer lange Wendepunktstrecke entlang des Baldeneysees. An Start und Ziel waren die Dinos trotzdem der Blickfang: Der Streckensprecher stellte die Gruppe und den Verein vor, im Ziel gab es ein Interview, und das Veranstalterteam lud die Dinos spontan zu ihrem kommenden Silvesterlauf ein.
Am Sonntag stand frühmorgens bei Sonnenschein der Mainuferlauf in Offenbach auf dem Programm: 5 Kilometer am Mainufer entlang. Mitten im Läuferfeld waren die aufblasbaren T-Rexe kaum zu übersehen. Nach dem Lauf blieb das Team vor Ort, feuerte die später startenden Läufer*innen an und verteilte im Start- und Zielbereich Flyer.
Am selben Tag war ein weiteres Team beim Great10K in Berlin unterwegs, 4,2 Kilometer vom Berliner Zoo bis zum Schloss Charlottenburg. Trotz Wind und Regen war die Aufmerksamkeit hier zur Mittagszeit besonders groß. Die Streckensprecherin wies immer wieder auf die Dinos und ihr Anliegen hin, Kinder am Straßenrand waren begeistert, und viele Zuschauerinnen filmten die Gruppe und teilten die Videos auf Instagram und TikTok. Auch nach dem eigenen Lauf blieb das Team vor Ort, feuerte die später startenden Läuferinnen an und verteilte Flyer im Start- und Zielbereich.
Die Resonanz der Veranstaltenden war an allen drei Orten durchweg positiv. Alle drei haben uns bereits für ihre Läufe im kommenden Jahr eingeladen. Auch mit Zuschauerinnen und Teilnehmenden kamen die Dinos an allen drei Orten ins Gespräch. Viele wollten Fotos machen, fragten nach dem Zweck der Aktion oder nahmen Flyer mit. So wurde das Dino-Kostüm zum Türöffner für Gespräche über unseren Verein und die Herausforderungen, vor denen Careleaver*innen stehen.



























Teil von LASS LAUFEN
Die Dino-Runs waren Teil von LASS LAUFEN, unserem bundesweiten Benefizlauf für Careleaver. Den ganzen Oktober über sammeln Menschen Kilometer und unterstützen die Aktion mit Spenden, unter anderem für unseren Notfallfonds für Careleaver in finanziellen Krisen. Mehr dazu: careleaver.de/lass-laufen
Und im nächsten Jahr?
Die Dinos haben Lust auf mehr. Ob und in welcher Form die Aktion im nächsten Jahr weitergeht, entscheiden wir in den kommenden Monaten gemeinsam mit der Community. Danke an alle, die mitgelaufen sind und angefeuert haben, und an die Veranstaltenden in Essen, Offenbach und Berlin, die unsere Dinos einfach haben laufen lassen.
Die Dino-Runs 2026 im Video: unsere Premiere in Essen, Offenbach und Berlin.
